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Rhein-Main-Presse vom 27. Juni 1989

Fotos vermitteln besondere Eindrücke

Fotoclub und ARIS luden zur großformatigen Dia-Show ein / Breites Spektrum

etz. FLÖRSHEIM - Großformatige Diaprojektionen und untermalende Musik sollten den Besuchern des Phantasi-Abends neuartige Eindrücke vermitteln. Die Kulturinitiative ARIS und der Flörsheimer Fotoclub hatten die Veranstaltung mit viel Liebe und Einsatz vorbereitet. Doch leider kamen nur 25 Besucher in den Hof der Kulturinitiative obwohl das Wetter gute Voraussetzungen bot.

Auf eine zweimal vier Meter große Leinwand projizierten zwei Kleinbild- und zwei Mittelformat-Projektoren die Dias. Studien von Fenster und Türen vermittelten den Betrachtern einen Einstieg in das Programm des Abends. Aus ganz Europa hatten die Fotografen des Fotoclubs Farbdias von Fenstern und Türen zusammengetragen, die in ihrer Gesamtheit ein unerwartet großes Spektrum der Bauarchitektur dokumentieren.

Fast glaubte man beim Betrachten jeder einzelnen Tür, alles über die Bewohner des Hauses zu wissen. So aussagekräftig und differenziert präsentieren sich diese alltäglichen und deshalb wenig beachteten Gegenstände. Mit ganz anderen Motiven beschäftige sich eine Bilderserie, die auf den Inseln Lanzarote und Teneriffa entstanden war. Die in Grau und Braun gehaltenen Bilder zeigten kahle und steinige Lavalandschaften hatten, welche besonders durch die meditative Musik eine unwirkliche Atmosphäre erzeugten.

Etwas zu sehr nach Postkartenkitsch, sahen die Sonnenuntergangs- und –aufgangsbilder, des Fotoclubs aus. Vor zarten Orangetönen sah man dort elektrische Hochspannungsleitungen, die jedoch schon zu oft fotografiert wurden, um noch ansprechend zu wirken. Einen außergewöhnlichen Reiz hatten jedoch die Fotografien von der Sonne und Wolken, die in Überblendtechnik aufeinander projiziert wurden. Wie in Zeitlupe schien die Sonne durch eine Wolkenwand hindurchzubrechen und diese zu überstrahlen.

Eine nicht alltägliche Projektionsart wählte der Fotoclub auch bei seinen Mittelformat-Fotografien. Auf der linken Leinwandhälfte war jeweils eine Landschaftsübersicht und auf der rechten ein Detail aus diesem Überblick abgebildet. Auch Blumen und Mohnblüten, die die Mitglieder erst im Mai im Stadtgarten fotografiert hatten, zeigte der Fotoclub auf diese Weise.

Da die Dia-Schau erst nach Einbruch der Dunkelheit beginnen konnte, hatte der Fotoclub im ARIS Atelier ein kleines Studio mit eine Blitzanlage und einer Polaroid-Kamera aufgebaut. Dort konnte sich jeder fotografieren wie er wollte und sogar das Bad nachträglich verfremden.







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